Sonntag, Oktober 17, 2021
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Autovermietung Die Automietpreise explodieren Die Automietpreise sind drastisch teurer als vor der Corona-Pandemie. Die Preiserhöhungen treffen Urlauber in einigen Regionen besonders hart.

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Die Mietwagenpreise sind drastisch teurer als vor der Corona-Pandemie. Die Preiserhöhungen treffen Urlauber in einigen Regionen besonders hart.

Wer mit einem Mietwagen in den Urlaub fährt, muss jetzt deutlich mehr bezahlen: Ein Mietwagen kann in diesem Jahr bis zu 78 Prozent mehr kosten als vor der Corona-Pandemie. Das ergab eine Auswertung des Portals Check24. Gerade in beliebten Urlaubszielen wie Spanien und Italien ist der Anstieg gegenüber dem Vorkrisenniveau enorm. Dort müssen Urlauber bis zu 150 Prozent mehr für einen Mietwagen bezahlen.

Auch im Vergleich zu 2020 sind die Preise noch einmal deutlich gestiegen, wie eine Auswertung des Verbraucherportals Billiger-mietwagen.de zeigt. Mietwagen kosten im Oktober rund 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Vor allem in Spanien und Italien sind Mietwagen um mehr als 80 Prozent teurer geworden. Jens Hilgerloh, Präsident des Bundesverbandes der Autovermietungen (BAV), nennt als einen der Gründe, dass „Vermieter aufgrund des Saisongeschäfts die Kosten für die Fahrzeuge in wenigen Monaten der Saison einbringen müssen“ und die gestiegenen Preise, auch für Benzin, an Kunden weiterzugeben.

Auch in Deutschland spüren die Verbraucher die Vorteile: Im Vergleich zum Vorjahr kosten Mietwagen rund 32 Prozent mehr. Obwohl die Prämie niedriger ist als in den Mittelmeerländern, ist der Unterschied zum Vorjahr deutlich. Und bezogen auf das Vorkrisenniveau sind die Preise sogar um 93 Prozent gestiegen, wie die Check24-Auswertung zeigt.

Die Herbstferien scheinen nicht unbedingt die Preistreiber zu sein: Check24 verglich die aktuelle Situation mit den Preisen vor vier Wochen, also außerhalb der Herbstferien. Hier beträgt der Zuwachs im Schnitt nur fünf Prozent, in einigen Ländern wie Italien gibt es sogar Rückgänge.

Der Preisanstieg war bereits absehbar, da die Händler zu wenige Fahrzeuge im Bestand haben: Zuletzt warnten Händler wie Sixt, dass Produktionsengpässe in der Autoindustrie die hohe Nachfrage nach Mietwagen wohl nicht decken könnten. „Nach vorläufigen Veröffentlichungen der jeweiligen nationalen Automobilverbände lagen die westeuropäischen Pkw-Zulassungen im September rund 26 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie die Automobilwoche schreibt“, berichtet Jens Hilgerloh. Die Situation bei den Autoherstellern hat sich verschlechtert, sodass einige Autovermietungen gar nicht beliefert werden. Dadurch können sie ihre zuvor reduzierten Flotten nicht wieder aufbauen.

Sixt-Chef Alexander Sixt bestätigt, dass die Nachfrage, die sich langsam wieder in Richtung Vorkrisenniveau entwickelt, nicht gedeckt werden kann: „Unabhängig von der aktuellen Herbstferienzeit nähert sich das Mobilitätsverhalten der Menschen wieder der Vorkrisenzeit“, sagt er. „Die hohe Nachfrage trifft weiterhin auf einen Mangel an verfügbaren Mietwagen.“ Daher sehe man derzeit „gelegentlich ein erhöhtes Preisniveau für Mietwagen“.

Neben dem Mangel an Chips nennt der Sixt-Chef einen weiteren Grund für die Angebotsknappheit: Die Mietwagenflotten wurden in der Corona-Krise verkleinert, wodurch es nun an Autos mangelt. Teilweise wurden die Lagerbestände während der Krise um bis zu zwei Drittel reduziert. Sixt versucht nun, gegenzusteuern und die Flotte neu aufzubauen. Allein im zweiten Quartal wurden 70.900 Fahrzeuge gekauft.

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