Donnerstag, Juni 23, 2022
StartWIRTSCHAFTBahnstreiks in Großbritannien: Kämpfer für die britische Bahn

Bahnstreiks in Großbritannien: Kämpfer für die britische Bahn

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MNick Lynch ist ein Mann mit zwei Gesichtern. „Wir befinden uns jetzt in einem Klassenkampf“, poltert der 60-Jährige von einer Bühne vor dem Londoner Parlament zu einer fahnenschwingenden Menge von Gewerkschaftern. Das war am Wochenende, kurz vor Beginn der großen Streiks der Eisenbahner. „Steh auf und kämpfe oder lebe auf deinen Knien“, ruft Lynch und reckt eine geballte Faust zum Himmel. Seine Zuhörer jubeln dem als militant bekannten Generalsekretär der National Union of Rail, Maritime and Transport Workers (RMT) zu. Aber Lynch kann auch anders sein. Augenzeugen berichten, wie höflich er mit Arbeitgebern verhandelte. Ein Teilnehmer wurde mit den Worten zitiert, der Umgang sei professionell und sogar herzlich gewesen, „keine Spur von persönlicher Animosität“.

Der Druck ist natürlich groß. Gut 40.000 RMT-Mitglieder haben in den vergangenen Tagen den Bahnverkehr auf der Insel weitgehend lahmgelegt. Millionen Reisende und Pendler sind von den Streiks betroffen. Lynch fordert rund 8 Prozent mehr Lohn, will Privilegien wie die 35-Stunden-Woche beibehalten und Entlassungen beim Netzbetreiber Network Rail verhindern.

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