Montag, August 15, 2022
StartWIRTSCHAFTBahnticket: Länder wollen das 9-Euro-Folgeticket mitfinanzieren

Bahnticket: Länder wollen das 9-Euro-Folgeticket mitfinanzieren

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DDie Länder fordern von Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) schnell ein Konzept für eine Nachfolgeregelung für das Neun-Euro-Ticket. „Wenn Minister Wissing im September ein Folgeticket haben will, soll er es jetzt liefern“, sagte die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Bremens Mobilitätssenatorin Maike Schäfer (Grüne), den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland am Samstag .

Die Bundesländer seien grundsätzlich bereit, „sich maßgeblich zu beteiligen“, sagte Schaefer zur Finanzierung eines möglichen neuen Nahverkehrstickets. „Grundvoraussetzung für eine solche Entscheidung wären Tatsachen, die Bundesministerin Wissing noch nicht vorgelegt hat.“ Es gibt viele offene Fragen: „Wie teuer wäre ein Folgeticket? Ist es bundesweit? Wie hoch soll der Länderanteil sein?“

Das Neun-Euro-Ticket gilt einen Monat lang im Regional- und Nahverkehr in ganz Deutschland. Sie wurde für Juni, Juli und August eingeführt und ist Teil der staatlichen Entlastungspakete, mit denen die gestiegenen Energie- und Kraftstoffpreise für die Bürger kompensiert werden sollen.

Wissing lobt das Ticket als Erfolg, sagte aber kürzlich, die Bundesländer müssten schauen, „wie sie es finanzieren wollen“. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) lehnt eine Weiterfinanzierung des Neun-Euro-Tickets oder ein Anschlussangebot der Bundesregierung strikt ab.

In der Ampelkoalition drängen vor allem die Grünen auf eine Nachfolgeregelung. Führende Grünen-Politiker schlagen ein Regionalticket für 29 Euro und ein Bundesticket für 49 Euro im Monat vor. Beides soll weiterhin nur für den Nah- und Regionalverkehr gelten. Das geht aus einem Konzeptpapier von Parteichefin Ricarda Lang, Fraktionschefin Katharina Dröge u

der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Krischer. Zur Finanzierung wollen die Grünen das Dienstwagenprivileg kürzen, mit dem Unternehmen die Kosten für Dienstwagen von der Steuer absetzen können. Vor allem die CO2-Emissionen sollten stärker berücksichtigt werden.

Finanzminister Christian Lindner wehrt sich gegen die Abschaffung der Dienstwagenpauschale zur Finanzierung des Folgetickets. „Es ist linke Polemik, die Pauschalbesteuerung eines Dienstwagens als Privileg zu bezeichnen, weil es vor allem um eine Steuervereinfachung geht“, sagte der FDP-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Aus seiner Sicht würde die Idee der Grünen mehrere Millionen Bürger dazu zwingen, ein Fahrtenbuch zu führen, ohne dass sich unterm Strich Mehreinnahmen für den Staat ergeben.

Untersuchungen hätten ergeben, dass die Pauschalbesteuerung keinen Steuervorteil bedeute, sagte Lindner. Andererseits gibt es eine steuerliche Förderung für Dienstfahrzeuge, beispielsweise für Elektroautos. „Meiner Meinung nach macht es aber Sinn, weil dadurch klimafreundliche Neufahrzeuge als Dienstwagen in den Fuhrpark aufgenommen werden können, die bald zu guten und günstigen Gebrauchtwagen werden“, sagte Lindner.

Abgel T
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Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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