Donnerstag, Oktober 28, 2021
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Bis zu 30.000 Arbeitsplätze gefährdet? VW-Chef Diess schockiert mit Plänen zum Stellenabbau

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Volkswagen-Chef Diess will den Autokonzern fit für die E-Mobilität machen. Um mit Platzhirsch Tesla konkurrieren zu können, plant er offenbar auch massiven Stellenabbau. Der Wolfsburger Aufsichtsrat protestiert.

Volkswagen-Chef Herbert Diess erwägt einem Medienbericht zufolge den Abbau von bis zu 30.000 Stellen. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, äußerte Diess in einer Aufsichtsratssitzung am 24. September seine Sorge um die Zukunft des Wolfsburger Autokonzerns.

Im Wettbewerb mit der Konkurrenz würden die Kosten nicht stimmen, soll Diess nach Angaben der Anwesenden gesagt haben. Dann schilderte er, wie er bereits einen Baustellencrash erlebt hatte – und zwar während seiner Zeit als BMW-Manager in Großbritannien. Weil das Management nicht handelte und die Gewerkschaften Neuerungen blockierten, verschwand der Standort in Birmingham von der automobilen Landkarte.

Diess hatte versprochen, alles zu tun, um dies zu verhindern. Er hat bereits verschiedene Szenarien berechnen lassen. Ein Umbau von Volkswagen könnte jeden vierten Platz in der Kernmarke VW in Frage stellen. Ein Abbau von bis zu 30.000 Stellen ist möglich.

Die Stimmung bei dem Treffen hatte sich nach der Rede von Diess gewendet. Offenbar wurden die Aufsichtsratsmitglieder von den Plänen überrascht und sollen entsprechend reagiert haben. Jeder im Aufsichtsrat kenne die Bedürfnisse des Handels, sagte einer der Anwesenden. Die vorgebrachten Überlegungen würden jedoch zu weit gehen. Der Aufsichtsrat verbot Diess, weitere Szenarien mit massivem Stellenabbau zu verbreiten, schreibt das „Handelsblatt“.

Diess, seit 2018 Vorstandsvorsitzender von VW, will das Unternehmen zum Vorreiter in Sachen Elektromobilität machen. Als Vorbild dient der US-Hersteller Tesla mit seinem neuen Werk in Grünheide bei Berlin. Das soll mit der neuen Trinity-Generation gelingen, die ab 2026 bei VW vom Band laufen und leichter zu produzieren sein wird als beispielsweise der Golf. Einige VW-Standorte wie Zwickau und Brüssel sind bereits auf das neue E-Age umgestellt.

Das Stammwerk in Wolfsburg ist bislang von der Modernisierung ausgenommen. Genau das hält Diess laut „Handelsblatt“ für einen Fehler. Dementsprechend hatte er zunächst dafür geworben, Wolfsburg zum ersten Standort für die neue Ära zu machen. Die Zentrale wäre zum Vorbild für den Wandel geworden. Doch Diess hat in Wolfsburg einen starken Gegner. Betriebsratschef Bernd Osterloh hat den Umbruch bislang mit seinem Einfluss blockiert. In der Produktion in Wolfsburg sind rund 25.000 Mitarbeiter beschäftigt. Weltweit arbeiten mehr als 600.000 Menschen in über 100 Werken für Volkswagen.

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