Donnerstag, Januar 27, 2022
StartWIRTSCHAFTChefaufseher Deutsche Bank: Paul Achleitner, der Ungeliebte

Chefaufseher Deutsche Bank: Paul Achleitner, der Ungeliebte

- Anzeige -


mman kann sich den Vorgang durchaus schmerzlich vorstellen. Langjähriger Chefcontroller der größten deutschen Bank tritt zurück. Einer zählte, er hat noch viereinhalb Monate, sein Einfluss schwindet, seine Macht schwindet. Die Nachfolge steht fest, alle wissen Bescheid. Drinnen findet die große Übergabe statt, draußen warten sie auf den letzten Akt, die letzte Szene. Eine große Rede am 19. Mai. Dann fällt der Vorhang. Dann ist es vorbei.

Auch Paul Achleitner spürte, wie ihm in diesem Moment eine Last vom Herzen fiel. Schließlich war der Mann nicht Aufsichtsratsvorsitzender irgendeiner Firma. Sondern die Deutsche Bank. Zehn Jahre bekleidete Achleitner dieses Amt, das zu den wichtigsten der deutschen Wirtschaft gezählt werden kann. Und zu den schwierigsten. Zehn Jahre, in denen es drunter und drüber ging – um es milde auszudrücken. Führungskräfte kamen und gingen, ebenso wie CEOs. Der Börsenwert von einst ist weg. Achleitner hat 2012 begonnen, die Bank wieder auf die Beine zu stellen und zu neuen Höhen zu führen. Es sollte in der Lage sein, mit den größten der Branche in den USA zu konkurrieren. Es sollte sein Lebenswerk vollenden. Die Frage ist nun, was davon übrig bleibt.

ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare