Donnerstag, Januar 27, 2022
StartWIRTSCHAFTCorona-Frühwarnsystem für Hochrisikovarianten entwickelt

Corona-Frühwarnsystem für Hochrisikovarianten entwickelt

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Im Kampf gegen die Pandemie hat Biontech gemeinsam mit dem Unternehmen InstaDeep ein Frühwarnsystem entwickelt, um bei der Entdeckung zukünftiger Virusvarianten einen Schritt voraus zu sein. Künstliche Intelligenz spielt dabei eine Schlüsselrolle. Das System funktionierte bereits im Test bei Omikron.

Biontech hat mit dem britischen Unternehmen InstaDeep ein Frühwarnsystem entwickelt, um mögliche Hochrisikovarianten des Coronavirus zu erkennen. Das Mainzer Biotech-Unternehmen gab heute bekannt, dass die neue Berechnungsmethode mittels künstlicher Intelligenz weltweit verfügbare Sequenzierungsdaten analysiert und mögliche Hochrisikovarianten innerhalb von weniger als einem Tag identifizieren kann.

Während des Testzeitraums erkannte das System mehr als 90 Prozent der von der Weltgesundheitsorganisation identifizierten Virusvarianten, durchschnittlich zwei Monate im Voraus. Die hoch ansteckende Omicron-Variante wurde vom System am ersten Tag der Verfügbarkeit ihrer Sequenz als Hochrisikovariante eingestuft. „Die Früherkennung potenzieller Hochrisikovarianten könnte ein wirksames Instrument sein, um Forscher, Impfstoffentwickler, Gesundheitsbehörden und politische Entscheidungsträger rechtzeitig zu warnen und damit mehr Zeit zu haben, geeignete Maßnahmen gegen fragwürdige neue Virusvarianten einzuleiten.“ sagte Biontech-Chef Ugur Sahin.

Biontech ist Ende 2020 mit InstaDeep, einem Spezialisten für künstliche Intelligenz, eine langfristige Partnerschaft eingegangen, die das Unternehmen bei der Entwicklung neuer Immuntherapien unterstützen soll.

Mit seinem Covid-19-Impfstoff rechnet Biontech in diesem Jahr mit einem Umsatz von bis zu 17 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr dürfte der Umsatz wie zuvor prognostiziert zwischen 16 und 17 Milliarden Euro gelegen haben. Im Jahr 2022 rechnet CEO Sahin laut einer kürzlich veröffentlichten Investorenpräsentation mit einer Spanne von 13 bis 17 Milliarden Euro.

Biontech bestätigte, dass bereits im März ein an die Omikron-Variante des Coronavirus angepasster Impfstoff verfügbar sein könnte. Insgesamt strebt das Unternehmen in diesem Jahr eine Produktionskapazität von bis zu vier Milliarden Impfstoffdosen an.

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