Sonntag, Januar 23, 2022
StartWIRTSCHAFTDatenschutz beim Grundbuchamt: Hier wird noch mit Papier gearbeitet

Datenschutz beim Grundbuchamt: Hier wird noch mit Papier gearbeitet

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ichIn Deutschland gibt es kein zentrales Grundbuchamt. Die deutschen Ämter sind bei den jeweiligen Amtsgerichten eingerichtet. Die von ihnen geführten Grundbücher enthalten Informationen über die genaue Lage und Größe der einzelnen Grundstücke, die Eigentumsverhältnisse und die damit verbundenen Rechte und Pflichten wie Wegerecht und Grundschulden. Angaben über den Wert der Immobilie oder den aktuellen Kaufpreis finden sich nicht im Grundbuch.

Die deutschen Grundbuchämter erteilen nur Auskunft, wenn nach Ansicht der Behörden ein berechtigtes Interesse besteht. Hauseigentümer können sich über ihre eigene Immobilie erkundigen, auch Nachbarn und Gläubiger können zum Kreis der Begünstigten gehören. Beim Kauf einer Immobilie rückt das Grundbuch ins Zentrum: Der Kaufvertrag allein reicht für die Eigentumsübertragung nicht aus, er muss notariell beurkundet werden. Erst dann kann der neue Eigentümer in das Grundbuch eingetragen werden. Die Digitalisierung der deutschen Grundbücher ist seit Jahren im Gange, doch die Papierform gehört noch nicht der Vergangenheit an, beispielsweise im Schriftverkehr mit Behörden und Notaren. Und ein zentrales Datenregister steht schon lange auf der Wunschliste der Politik, ist aber noch lange nicht Realität.

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