Samstag, Oktober 16, 2021
StartWIRTSCHAFTDeutsche Wirtschaft stottert Export sinkt erstmals seit Corona-Einbruch 2020

Deutsche Wirtschaft stottert Export sinkt erstmals seit Corona-Einbruch 2020

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Die deutsche Industrie muss sich auf einen schwierigen Herbst einstellen. Die Unternehmen sitzen auf gut gefüllten Auftragsbüchern, aber teilweise fehlt ihnen das Material. Damit sinken die Exporte erstmals seit anderthalb Jahren. Betroffen sind unter anderem die Automobilindustrie und der Maschinenbau.

Die deutschen Exporte verloren im August an Schwung. Laut Statistischem Bundesamt gingen die Exporte im Vergleich zum Vormonat kalender- und saisonbereinigt um 1,2 Prozent zurück – erstmals seit April 2020. Unternehmen leiden unter Lieferengpässen und Materialknappheit. Laut Branchenverband BDI muss sich die deutsche Wirtschaft auf einen schwierigen Herbst einstellen.

„Probleme in globalen Lieferketten, hohe Logistikkosten und ungelöste Handelsstreitigkeiten verdunkeln den Wirtschaftshimmel und wirken sich dadurch massiv auf den Export aus“, sagte Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Insgesamt gingen im August des laufenden Jahres Waren im Wert von 104,4 Milliarden Euro ins Ausland. Im Vergleich zum August 2020, der von der Corona-Krise geprägt war, war dies ein Plus von 14,4 Prozent.

Zuletzt gingen die Exporte im April 2020 gegenüber dem Vormonat zurück – damals sanken die Exporte inmitten der ersten Corona-Welle um 23,6 Prozent. Danach waren sie wieder stetig gestiegen.

Unternehmen in Deutschland sitzen auf gut gefüllten Auftragsbüchern, können diese aber teilweise aus Materialmangel nicht bearbeiten. Dies betrifft unter anderem den Maschinenbau und die Automobilproduktion. Bei Autokonzernen stehen die Fertigungsstraßen still. Auch Staus in Häfen und fehlende Containerkapazitäten behindern den Export.

In den ersten acht Monaten des Jahres stiegen die Warenexporte um 15,9 Prozent auf 892,7 Milliarden Euro. Dagegen kamen im Berichtszeitraum Importe in Höhe von 767,6 Milliarden Euro nach Deutschland, ein Plus von 15,9 Prozent.

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