Mittwoch, Oktober 20, 2021
StartWIRTSCHAFTErneut Ärger mit Stellantis Opel droht mit Arbeitsplatzverlagerung nach Marokko

Erneut Ärger mit Stellantis Opel droht mit Arbeitsplatzverlagerung nach Marokko

- Anzeige -


Opel kocht weiter. Nachdem Pläne bekannt werden, dass Stellantis die deutschen Werke von der Tochter-GmbH trennen möchte, gibt es die nächste Überraschung: Offenbar sollen Entwickler aus Kostengründen nach Afrika verlagert werden.

Beim europäischen Autokonzern Stellantis geht der Abbau der deutschen Tochter Opel offenbar weiter. Mitarbeitern des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim wurde nach Mitarbeiterangaben des Betriebsrats in Personalgesprächen gedroht, ihre Aufgaben aus Kostengründen nach Marokko zu verlagern. Sie sollten sich nach einem neuen Job umschauen. Zuvor hatten die Zeitungen der VRM-Gruppe und der „Wirtschaftswoche“ berichtet. Das Unternehmen äußerte sich zunächst nicht zu den Informationen.

Die Arbeitnehmervertreter sehen sich in ihren Mitbestimmungsrechten verletzt, zumal auch im Einkauf umfangreiche und unkoordinierte Präsentationen zu einer neuen Organisationsstruktur geführt wurden. „Es mehren sich die Hinweise, dass die nächste Stellantis-Reorganisation nicht nur unmittelbar bevorsteht, sondern in einigen Bereichen bereits ohne vorherige Information, Beratung und Verhandlung mit den Arbeitnehmervertretern rechtswidrig umgesetzt wird“, heißt es in dem Informationsschreiben. Rechtliche Schritte wurden eingeleitet.

Vergangene Woche hatte Stellantis angekündigt, die beiden Produktionswerke in Rüsselsheim und Eisenach von der Opel Automobile GmbH zu trennen. Die IG Metall hat Proteste für den 29. Oktober angekündigt. Der drohende Rückbau diene nur dem Ziel, die erfolgreiche Mitbestimmung in Deutschland zu schwächen, sagte Opel-Betriebsratschef Uwe Baum am vergangenen Freitag.

Die ehemalige General-Motors-Tochter Opel wurde 2017 von der Peugeot-Mutter PSA übernommen. Diese wiederum fusionierte in diesem Jahr mit Fiat-Chrysler zur Stellantis Group mit Sitz in Amsterdam. Das Unternehmen ist der viertgrößte Autohersteller der Welt und wird vom ehemaligen PSA-Chef Carlos Tavares geführt. Im harten Restrukturierungskurs für Opel hat die IG Metall einen Kündigungsschutz für Arbeitnehmer bis Juli 2025 vereinbart.

ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare