Mittwoch, Mai 18, 2022
StartWIRTSCHAFTFailed Air Act: Wie ein Hochstapler bei Windparks schummelte

Failed Air Act: Wie ein Hochstapler bei Windparks schummelte

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Die kleine Unternehmergeschichte von Hendrik Holt ist filmreif – und nach der gestrigen Verurteilung zu einer langen Haftstrafe vorerst beendet. Holt, ein Youngster aus dem Emsland, täuschte internationale Windenergieunternehmen. Er hat den tschechischen Staatskonzern CEZ, den italienischen Energiekonzern Enel und den schottischen Versorger SSE um rund 10 Millionen Euro betrogen. Auf seinen „Geschäftsreisen“ ließ sich der knapp 30-jährige Jungunternehmer in einem Bentley aus dem Luxusfuhrpark der Familie im niedersächsischen Bakum chauffieren und übernachtete in Berlin im ersten Haus am Platz, dem „Adlon“.

Einen weiteren Millionendeal konnte die Staatsanwaltschaft gerade noch verhindern, indem sie den Betrüger vor zwei Jahren im „Adlon“ festnahm. Das angebliche „Wunderkind“ der Energiewirtschaft und damalige Finanzvorstand der Holt-Gruppe, der 65-jährige Heinz L., verkaufte Windpark-Projekte, die es eigentlich gar nicht gab. Holt nutzte seine gesamte Familie, um die Luftnummern zu erfinden und zu vermarkten: Seine Mutter, seine Schwester und sein Bruder fälschten fleißig Dokumente, insbesondere Landnutzungsverträge und Unterstützungsschreiben von Gemeinden.

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