Donnerstag, August 11, 2022
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Folgen der Dürre: Kulturkampf um den Mais

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Er stammt ursprünglich aus Mexiko, gehört zur Familie der Süßgräser und wird bei guter Witterung bis zu drei Meter hoch: Mais ist aus der deutschen Landwirtschaft nicht mehr wegzudenken. In den 1960er Jahren wurde in Deutschland weniger als 100.000 Hektar Mais angebaut, heute ist er die zweitwichtigste Kulturpflanze. Auf 2,65 Millionen Hektar wuchs hierzulande im vergangenen Jahr Mais, was fast einem Viertel der Ackerfläche entspricht. Damit liegt Mais knapp hinter Deutschlands Nummer eins Weizen. Dieser wurde zuletzt auf einer Fläche von 2,86 Millionen Hektar angepflanzt.

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) lobt den Mais in den höchsten Tönen. „Eine nahezu perfekte Kultur“ sei die „vielseitig, liefert überdurchschnittliche Erträge, viel Energie und kann dank intensiver Züchtung auch an ungünstigen, kühleren Standorten bedenkenlos kultiviert werden“, schreibt die Behörde. Naturschützer sehen den Mais anders. Er braucht im Sommer Niederschläge, aber die gibt es kaum noch. „Ist Silomais das richtige Konzept für die Landschaftsnutzung?“ fragte der Naturschutzbund Deutschland, kurz NABU, vor wenigen Tagen während des Nachrichten-Sommerlochs. Seine Antwort ist wenig überraschend ein ziemlich klares Nein. Der Deutsche Maisausschuss konterte mit einer Verteidigungsrede für den Mais. Es ist ein Kulturkampf im wahrsten Sinne des Wortes.

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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