Sonntag, November 28, 2021
StartWIRTSCHAFTGeht der Champagner aus? Rotkäppchen-Kellerei kündigt höhere Preise an

Geht der Champagner aus? Rotkäppchen-Kellerei kündigt höhere Preise an

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Jeder zweite in Deutschland verkaufte Sekt stammt aus Rotkäppchen-Mumm. Für das kommende Jahr ist der Hersteller noch vorsichtig. Eines ist sicher – es wird teurer. Zudem sei nicht auszuschließen, dass einige Regale leer bleiben könnten, teilte das Unternehmen mit.

Die Sektkellerei Rotkäppchen-Mumm rechnet im kommenden Jahr mit höheren Preisen für Sekt, Wein und Spirituosen. Gründe seien unter anderem steigende Energiekosten, sagte der Vorstandsvorsitzende Christof Queisser. Hinzu kommt die Knappheit von Holz, das beispielsweise für Paletten und Weinkisten verwendet wird. Zudem müsse der Verbraucher damit rechnen, dass nicht immer alle Produkte überall verfügbar seien, so Queisser weiter. Vor diesem Hintergrund ist der Ausblick für das kommende Jahr leicht eingetrübt.

Das Unternehmen aus Freyburg in Sachsen-Anhalt ist für die bevorstehenden Weihnachtsfeiern und das neue Jahr bestens gerüstet. „Wie im Vorjahr erwarten wir viele kleinere Feiern mit Familie und Freunden“, sagte Queisser. Aufgrund der Pandemie wird es ein ruhigerer Silvesterabend. Darüber hinaus war bei den Verbrauchern in der Pandemie eine Rückkehr zu bekannten Marken zu verzeichnen.

Im Jahr 2020 verkaufte das Unternehmen 330 Millionen Flaschen Sekt, Wein und Spirituosen, der Umsatz der Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH im Burgenland betrug 1,2 Milliarden Euro. Jede zweite Flasche Sekt, die 2020 in Deutschland gekauft wurde, stammte nach Unternehmensangaben aus Rotkäppchen-Mumm. Das Unternehmen, das derzeit 997 Mitarbeiter beschäftigt, macht keine Angaben zum Gewinn.

Für dieses Jahr rechnet der CEO mit einer ähnlichen Situation. Für die kommenden Wochen gilt es jedoch, bis Ende des Jahres zu warten. „Die Lage in der Gastronomie wird gedämpft bleiben und wir werden sehen, wie stark die Verschiebung ausfallen wird“, sagte Queisser.

Der Markt für alkoholarme Schaumweine und Weine hat sich laut Deutschem Weininstitut (DWI) sehr gut entwickelt. „Das Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher ist stark gestiegen und damit die Nachfrage in diesem Segment sprunghaft angestiegen“, sagte Frank Schulz, Sprecher des DWI. Darüber hinaus bietet der Markt insbesondere im Export noch Wachstumspotenzial. „Insbesondere die Märkte in den USA, Skandinavien und den Benelux-Staaten sind noch nicht ausgeschöpft.“

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