Mittwoch, Dezember 8, 2021
StartWIRTSCHAFTGemeinsam mit anderen Ländern: So will Joe Biden den Ölpreis senken

Gemeinsam mit anderen Ländern: So will Joe Biden den Ölpreis senken

- Anzeige -


DDie Vereinigten Staaten geben 50 Millionen Barrel Öl aus der sogenannten National Petroleum Reserve frei, mehr Treibstoff als je zuvor, um die Preise an den Tankstellen niedrig zu halten. Das kündigte US-Präsident Joe Binden am Dienstag in einer kurzen Rede an. Außerdem überzeugte er die Regierungen von Japan, Indien, Südkorea und Großbritannien, ebenfalls Reserven freizugeben. Auch China sei für einen entsprechenden Schritt offen, sagte Biden. Er hat in den letzten Wochen hart gearbeitet, um diese konzertierte Aktion möglich zu machen.

Der Präsident bekräftigte seinen Verdacht, dass große Mineralölkonzerne für die hohen Preise mitverantwortlich seien, weil sie die bereits erfolgten Preissenkungen für die Zwischenprodukte nicht an die Endkunden weitergegeben hätten, sondern ihre Taschen gefüllt hätten. Deshalb bat er die unabhängige Kartellbehörde FTC, festzustellen, ob die Konzerne eine illegale Preispolitik praktizierten.

Biden wandte sich gegen den „Mythos“, dass die hohen Benzinpreise eine Folge seiner Umweltpolitik seien. „Mein Engagement im Kampf gegen den Klimawandel hat weder zu höheren Benzinpreisen beigetragen noch die Verfügbarkeit des Kraftstoffs beeinträchtigt.“ Vielmehr schafft die Klimapolitik neue Arbeitsplätze für die Produktion von Elektroautos, die Autofahrern jährlich Hunderte von Dollar einsparen.

Als zentralen Faktor für die allgemein hohe Inflationsrate von 6,2 Prozent nannte Biden Probleme mit den Lieferketten. Sein Hafenaktionsplan hat bereits dazu beigetragen, Lieferrückstände abzubauen. In Verhandlungen mit Gewerkschaften und Hafenbetreibern der beiden wichtigsten Häfen an der Westküste in Long Beach und Los Angeles hatte das Weiße Haus nach eigenen Angaben eine Umstellung vom 40-Stunden-Betrieb auf den Dauerbetrieb für den Umschlag erreicht die Schiffe. Die Zahl der dort gestapelten Container wurde bereits um 33 Prozent reduziert, die Schiffsfrachtraten sind um 25 Prozent günstiger geworden. Biden verwies auch auf Gespräche mit den Chefs der großen Handelskonzerne, die ihm versprachen, Waren schneller zu bewegen.

Biden versicherte, die Amerikaner sollten sich keine Sorgen machen. Die Supermärkte sind gut gefüllt mit Truthahn und anderen Zutaten für ein erfolgreiches Thanksgiving-Fest, das an diesem Donnerstag in den USA gefeiert wird. Auch für Weihnachten wäre genug Ware in den Regalen. Es gibt vieles, wofür Amerika dankbar sein kann. Die USA sind die einzige bedeutende Nation, deren Wirtschaft heute stärker ist als vor der Pandemie und deren Bürger heute mehr Geld in der Tasche haben als damals.

ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare