Montag, Oktober 18, 2021
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Geringe Wirksamkeit: CureVac stoppt seinen Covid-Impfstoff

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Das Tübinger Biotech-Unternehmen CureVac zieht seinen ersten Corona-Impfstoffkandidaten zurück. In Tests hatte dies nicht die gewünschte Wirksamkeit erbracht. CureVac will nun einen neuen Impfstoff entwickeln.

Das Biotech-Unternehmen CureVac stoppt seinen ersten Corona-Impfstoffkandidaten. Wie das Unternehmen in Tübingen mitteilte, wird das Zulassungsverfahren bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zurückgezogen.

„Für das Pandemieprodukt sind wir zu spät, das Zeitfenster hat sich geschlossen“, begründet CureVac-Chef Franz-Werner Haas den Umzug. CureVac konzentriert sich nun auf einen Impfstoff der zweiten Generation, der gemeinsam mit dem britischen Unternehmen GlaxoSmithKline entwickelt wird.

Für den Impfstoffkandidaten CVnCoV gab es keinen formellen Zulassungsantrag, CVnCoV befand sich noch im sogenannten rollierenden Zulassungsverfahren. Die EMA gab bekannt, dass sie diesen Prozess der Überprüfung der kontinuierlich eingereichten Daten zum Impfstoff nach der Mitteilung von CureVac nun beendet hat.

Ende Juni gab CureVac bekannt, dass sein CVnCoV-Impfstoff der ersten Generation weniger wirksam war als einige andere Impfstoffe. Anfang Juli ging das Biotech-Unternehmen davon aus, dass die EMA den Impfstoff trotz seiner geringen Wirksamkeit zulassen würde.

Nach einer abschließenden Analyse hatte das CureVac-Präparat über alle Altersgruppen hinweg eine Wirksamkeit von 48 Prozent gegen die Covid-19-Erkrankung gezeigt. Dies macht es insgesamt deutlich weniger wirksam als einige andere Impfstoffe. Laut Haas werden die vorgefertigten Dosen vernichtet. Er wollte nicht sagen, wie viele es sind.

An der Börse reagierten Anleger mit Verkäufen auf die Ankündigung. Die CureVac-Aktie verlor an der Frankfurter Wertpapierbörse mehr als 14 Prozent. Seit Jahresbeginn haben sie rund die Hälfte ihres Wertes verloren.

Das Unternehmen werde sich in den kommenden Wochen zu den finanziellen Auswirkungen des Ausstiegs aus dem Impfstoff äußern, fügte Haas hinzu. Der Vertrag mit der Europäischen Union werde beendet, fügte er hinzu.

Die EU hatte sich insgesamt 405 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs gesichert. Gleichzeitig zeigte sich Haas zuversichtlich, dass ein EU-Zuschuss mit einem Volumen von 450 Millionen Euro nicht zurückgezahlt werden müsste. Dieses Geld sollte die Entwicklung des Impfstoffs garantieren.

Wir sind in Gesprächen mit der Bundesregierung, die Anteile an CureVac hält. Im vergangenen Jahr hat der Bund über die KfW-Förderbank 300 Millionen Euro in CureVac investiert und hält damit nach Angaben der KfW 16 Prozent der Anteile.

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