Samstag, Juni 25, 2022
StartWIRTSCHAFTGewerkschaft vor Tarifrunde: IG Metall fordert mindestens 7 Prozent mehr Lohn

Gewerkschaft vor Tarifrunde: IG Metall fordert mindestens 7 Prozent mehr Lohn

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DDie IG Metall will Lohnerhöhungen zwischen 7 und 8 Prozent für die 3,9 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie durchsetzen. Diese Forderung habe der Gewerkschaftsvorstand den Tarifbezirken für die voraussichtlich im September beginnenden Verhandlungen mit den Arbeitgebern empfohlen, sagte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann am Montag.

Aus Sicht der Gewerkschaft ist es nach den jüngsten Corona-Vereinbarungen angesichts der guten Auftragslage vieler Unternehmen und hoher Gewinne an der Zeit, Löhne und Gehälter dauerhaft zu erhöhen. Allerdings kann die Tarifpolitik die hohe Inflation und die stark steigenden Preise für Gas und Strom nicht kompensieren. Dazu bedarf es eines weiteren Hilfspakets der Bundesregierung.

Die IG Metall stützt sich in ihrer Empfehlung auf die Inflations- und Produktivitätsentwicklung und fügt angesichts der hohen Profite großer Autokonzerne wie BMW und Mercedes eine Umverteilungskomponente hinzu. Der neue Tarifvertrag soll zwölf Monate laufen. Über die Forderung nach weiteren Gesprächen in den Tarifbezirken will der Vorstand am 11. Juli entscheiden.

Die im vergangenen Jahr mit Arbeitgebern in Nordrhein-Westfalen ausgehandelte Vereinbarung sah einen Corona-Bonus von 500 Euro und ein jährliches „Umwandlungsgeld“ vor. Diese soll im Februar 2022 in Höhe von 18,4 Prozent eines Monatsgehalts ausgezahlt werden. Ab 2023 steigt sie auf 27,6 Prozent und kann auch zur Arbeitszeitverkürzung eingesetzt werden. Der Tarifvertrag läuft Ende September aus. Die Friedenspflicht endet am 28. Oktober.

„Dem Unternehmen geht es gut. Aber den Mitarbeitern geht es nicht gut, wenn sie auf Supermarkt- und Energierechnungen schauen“, sagte Hofmann. Anders als Unternehmen könnten Mitarbeiter gestiegene Preise nicht weitergeben eine anständige Steigerung ist erforderlich.

In der Branche ist die Auftragsreichweite auf Rekordniveau. „Nach vier Jahren haben sich die Mitarbeiter eine ordentliche Gehaltserhöhung verdient“, sagte Hofmann. Die letzte tabellenwirksame Gebührenerhöhung erfolgte im April 2018.

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