Sonntag, September 25, 2022
StartWIRTSCHAFTGoogles Mitteleuropa-Chef: So spart künstliche Intelligenz unsere Energie

Googles Mitteleuropa-Chef: So spart künstliche Intelligenz unsere Energie

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Ein einem Klimapakt, der Hoffnung macht“, schrieb die FAZ, als sich vor knapp neun Monaten 200 Staaten auf ein ambitioniertes Programm zur Erreichung des 1,5-Grad-Ziels im Glasgow-Pakt einigten. Erst kurz zuvor, im Juli 2021, hatte die Europäische Kommission das „Fit for 55“-Paket vorgestellt: Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2050 und zur Reduzierung der Emissionen um 55 Prozent bis 2030.

Seitdem hat sich unsere Welt dramatisch verändert. Durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine stehen wir vor ganz neuen sicherheits- und energiepolitischen Herausforderungen, die auch direkte Auswirkungen auf die Klimapolitik haben. Wie können wir unter diesen veränderten Rahmenbedingungen unsere gemeinsamen Klimaziele erreichen und gleichzeitig unsere Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland und Europa stärken? Die westliche Welt hat zuletzt eindrucksvoll bewiesen, dass sie diese Aufgabe gemeinsam lösen will. Es gibt auch einen elementaren Hebel, um unsere Klimaziele zu erreichen: Technologie.

Wir haben hierzulande ein zwiespältiges Verhältnis zu ihr. Deutschland ist in vielen Bereichen Technologieführer, im Bloomberg Innovation Index liegt es sogar auf Platz vier der 20 innovativsten Länder der Welt, vor den USA und China. Gleichzeitig diskutieren wir aber auch oft und gerne über die Risiken und Gefahren neuer Technologien.

In der Corona-Pandemie haben wir alle erlebt, welche wichtige Rolle Technologie bei der Bewältigung einer Krise spielen kann. In dieser Phase haben digitale Technologien vieles wieder möglich gemacht: Homeoffice, virtuelles Lernen und Lehren, soziales Leben trotz Abstandhalten und nicht zuletzt den digital unterstützten Handel. Und das von einem Tag auf den anderen. Ohne digitale Technologien hätten bis zu vier Millionen Arbeitnehmer nicht von zu Hause aus arbeiten können. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Deloitte wäre das deutsche Bruttoinlandsprodukt dann nicht um 5, sondern um bis zu 22 Prozent eingebrochen.

Auch im Kampf gegen den Klimawandel spielen technische Innovationen eine entscheidende Rolle. Der Digitalverband Bitkom hat herausgefunden, dass digitale Technologien bis zu 41 Prozent zur Erreichung des deutschen Klimaziels beitragen können.

Natürlich brauchen auch digitale Technologien Energie. Rechenzentren verbrauchen insgesamt etwa ein Prozent des weltweit erzeugten Stroms. Bitkom schätzt jedoch, dass der CO2-Das Einsparpotenzial digitaler Technologien ist fünf- bis sechsmal höher als die eigenen Emissionen. Der Bedarf an Rechenleistung in Rechenzentren ist zwischen 2010 und 2018 um 550 Prozent gestiegen. Ihr Energieverbrauch war 2018 jedoch nur um sechs Prozent höher als 2010. Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) haben die Effizienz der Energienutzung enorm gesteigert Kühlung und Betrieb der Server. Bei Google erstellt KI beispielsweise Prognosen zum Energieverbrauch und verteilt die Arbeitslasten in den Serverräumen so, dass der Energieverbrauch um bis zu 30 Prozent gesunken ist.

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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