Dienstag, Oktober 26, 2021
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Hunderte Kunden betroffen Stromanbieter stellt plötzlich Lieferung ein

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Im September gaben neun britische Energieversorger aufgrund steigender Großhandelspreise auf. Nun könnte die Krise den deutschen Markt treffen. Die Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft überrascht Hunderte Kunden mit einem Kündigungsschreiben.

Die Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft stellt die Stromversorgung für Hunderte von Kunden ein. Betroffene in Bremen und Hessen hätten an diesem Freitag überraschend Kündigungsschreiben erhalten, berichtet das „Handelsblatt“. Ab dem 19. Oktober stellt das Unternehmen die Lieferung ein, heißt es in dem Schreiben der Zeitung.

Bekannt ist das Unternehmen mit Sitz in Köln vor allem durch die Marke „Immergrün“ oder den Bremer Ableger „Meisterstrom“. Laut „Handelsblatt“ nennt der Billigstromanbieter in seinem Schreiben keinen Grund für die plötzliche Kündigung und steht bislang für Rückfragen nicht zur Verfügung. Auch auf der Website finden Kunden keine Informationen über die Entwicklung.

Es wird davon ausgegangen, dass die Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft Opfer der weltweiten Energiekrise ist. Das Vergleichsportal Verivox bestätigte die Kündigungen auf Anfrage des „Handelsblatts“ und teilte zudem mit, dass der Energieversorger am 6. Oktober aufgefordert habe, die Vermittlung von Neukunden einzustellen. Mehrere Unternehmen in Großbritannien gingen vor einigen Wochen ähnlich vor: Allein im September gaben neun Versorger wegen steigender Energiegroßhandelspreise auf.

Seit Wochen steigen die Preise für Gas, Strom und Öl weltweit rasant. Im Vergleich zu anderen Ländern ist die Lage in Deutschland jedoch vergleichsweise ruhig: Viele große Energieversorger sind durch langfristige Verträge vor kurzfristigen Schocks geschützt, die Verbraucherpreise werden in der Regel jährlich oder zweimal im Jahr festgelegt.

Billigstromanbieter, die ihren Strom oft kurzfristig am Markt kaufen, müssen dagegen die explodierenden Großhandelspreise zahlen. Einige haben die Preiserhöhungen daher bereits an ihre Kunden weitergegeben – im September laut „Handelsblatt“ die Rheinische Elektrizitäts- und Gasversorgungsgesellschaft. Kunden, die jetzt gekündigt wurden, werden automatisch vom lokalen Grundversorger versorgt, sollte das Unternehmen die Energieversorgung einstellen.

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