Sonntag, Januar 23, 2022
StartWIRTSCHAFTInflation: Von Benzin bis Butter wird alles teurer

Inflation: Von Benzin bis Butter wird alles teurer

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EINAm Freitag musste auch die Commerzbank ihre Inflationsprognose für dieses Jahr deutlich nach oben korrigieren: Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer erwartet für Deutschland in diesem Jahr nun 4,2 Prozent Inflation statt wie bisher 3,3 Prozent. Für den Euroraum erwartet er nun 3,3 statt 2,4 Prozent. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) zugeben müssen, die Inflation für das laufende Jahr unterschätzt zu haben. Der aktuelle EZB-Wirtschaftsbericht besagt, dass die Inflation zumindest für den größten Teil des Jahres 2022 über dem 2-Prozent-Ziel liegen wird. Insbesondere im Dezember lag die Inflation in der Eurozone bei 5 Prozent und damit höher als von vielen Ökonomen erwartet. Zudem betont Kramer, dass der Höhepunkt des Materialpreisanstiegs noch nicht erreicht sei.

Der vierteljährliche Preisreport der FAZ zeigt, dass sich der Anstieg der Verbraucherpreise in den vergangenen drei Monaten weiter beschleunigt hat und nicht mehr nur auf Energie beschränkt ist. Laut Landesindex der Verbraucherpreise (VPI) stiegen die Preise in Deutschland im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,5 Prozent, im November um 5,2 Prozent. Im Dezember kam es dann zu einer bemerkenswerten Situation: Während die deutsche Inflation nach dem in Deutschland viel beachteten nationalen Verbraucherpreisindex VPI weiter von 5,2 auf 5,3 Prozent stieg, stieg nach der europäischen Berechnungsmethode des harmonisierten Verbraucherpreises weiter an Index (HVPI) ging sogar merklich von 6 auf 5,7 Prozent zurück. Deutschland war damit eines von nur fünf Ländern der Eurozone, in denen die Inflation nach dieser Berechnungsmethode, die beispielsweise von der Europäischen Zentralbank verwendet wird, im Dezember gesunken ist.

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