Freitag, Juni 24, 2022
StartWIRTSCHAFTInterview mit Porsche-Chefs: „Der Kunde will Apple und Google ins Auto holen“

Interview mit Porsche-Chefs: „Der Kunde will Apple und Google ins Auto holen“

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BBeide kommen in Jackett und Jeans in den Konferenzraum. Beide sind Mitte 50, beide sehen jünger aus. Beide spielen gerne Fußball. Beruflich steht für beide viel auf dem Spiel. Vorstandsvorsitzender Oliver Blume und sein Stellvertreter und Finanzvorstand Lutz Meschke sind dabei, den Sportwagenhersteller Porsche in eine neue Dimension zu führen. Sie wollen an die Öffentlichkeit gehen. Und in der Formel 1. Davon würden beide profitieren. Sie führten nicht mehr nur eine Konzernmarke im Volkswagen-Imperium, sondern fortan einen eigenen Konzern. Üblicherweise steigt mit dem Aufstieg in die erste Managerliga auch die Vergütung. Und es ist schwer vorstellbar, dass Porsche in die Formel 1 einsteigt, ohne ein Rennen in Deutschland auf der Wunschliste zu haben.

Im Gespräch mit der FAZ lassen Blume und Meschke keinen Zweifel daran, dass sie beides vorantreiben: Börsengang und Einstieg in die Formel 1. Die äußeren Umstände haben sich in den vergangenen Wochen arg eingetrübt, täglich kommen Hiobsbotschaften hinzu. Krieg, Lieferketten, Knappheit an Chips, zu wenig Fachkräfte, Inflation, Abschwung am Aktienmarkt, Zinswende, die Liste ließe sich fortsetzen. Die Vorbereitungen seien „in vollem Gange“, bestätigte Blume für den wohl größten Börsengang der deutschen Wirtschaftsgeschichte. „In der Vergangenheit waren wir in jeder Krise robust und finanzstark.“ Anleger sehnten sich nach stabilen Werten. Es gibt viel Kapital auf dem Markt. Wenn jemand in diesem Umfeld einen Börsengang schaffen könnte, dann Porsche.

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