Donnerstag, Januar 20, 2022
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Kasachische Oligarchen: Eine schrecklich reiche Familie

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Wo ist Nursultan Nasarbajew? Diese Frage stellen sich derzeit wohl viele Menschen in Kasachstan. Der ehemalige Präsident und seine Familie sind verschwunden, seit dort Anfang des Jahres Proteste ausbrachen. Die Unruhen der vergangenen Woche waren die schlimmsten im Land seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Ging es den Demonstranten zunächst darum, den Anfang des Jahres verdoppelten Autogaspreis zu senken, richtete sich ihre Wut bald gegen den 81-jährigen Nasarbajew, der fast 30 Jahre lang Staatsoberhaupt war.

Während seiner Herrschaft gelang es ihm, die riesigen Öl-, Gas- und Mineralvorkommen in Kasachstan zu Geld zu machen. Das Land ist für Zentralasien relativ wohlhabend, aber Milliarden von Petrodollars flossen in die Taschen einiger Oligarchen. Die „Neue Zürcher Zeitung“ schätzt, dass zwischen 1995 und 2005 Gelder in Höhe von mehr als einem Viertel der kasachischen Wirtschaftsleistung ins Ausland geschmuggelt wurden. Das Durchschnittseinkommen in Kasachstan liegt bei umgerechnet 350 Euro im Monat. Viele verdienen sogar weit weniger und sind hoch verschuldet.

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