Mittwoch, Oktober 20, 2021
StartWIRTSCHAFTKfW Bankengruppe: Weltweit größter Green Bond in Dollar

KfW Bankengruppe: Weltweit größter Green Bond in Dollar

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Mit Green Bonds hat die KfW in den letzten Jahren über 15 Milliarden Euro aufgenommen. Nun hat die Entwicklungsbank auch eine Öko-Anleihe in Dollar begeben – die größte ihrer Art weltweit.

Die Frankfurter KfW Bankengruppe hat mit einem neuen Green Bond drei Milliarden Dollar von Investoren eingesammelt. Das fünfjährige Papier ist nach Angaben des Instituts die bislang größte ökologisch genutzte Dollaranleihe der Welt. Die Zeitung war mehrfach überzeichnet.

Mit ihrem jüngsten Green Bond hat die KfW nun ein grünes Refinanzierungsvolumen von rund 15 Mrd. EUR erreicht. Zusammen mit den konventionellen Anleihen beträgt das Refinanzierungsvolumen seit Jahresbeginn 76,7 Milliarden Euro. Das entspricht 96 Prozent des Zielwertes für dieses Jahr von 75 bis 80 Milliarden Euro.

Das Interesse der Anleger an solchen grünen Anleihen ist riesig. Die Europäische Union hat bei ihrer Emissionspremiere diese Woche mehrere Rekorde aufgestellt. Mit einem Volumen von 15 Milliarden Euro ist die erste grüne EU-Anleihe die größte Staatsanleihe ihrer Art. Die Gebote der Investoren beliefen sich auf die Rekordsumme von 135 Milliarden Euro. Mit dem Geld, das für solche Wertpapiere gesammelt wird, wollen Regierungen und Unternehmen nachhaltige Verkehrssysteme fördern und den CO2-Ausstoß von Autos reduzieren.

Seit April 2015 fördert die KfW im Auftrag des Bundesumweltministeriums Klimaschutz und ressourcenschonende Maßnahmen durch die Emission von Green Bonds. Die Investitionen für den ökologischen Umbau des Landes sind gigantisch.

Die angestrebte Klimaneutralität in Deutschland erfordert laut einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Studie der Bank bis 2050 ein Investitionsvolumen von fünf Billionen Euro. Dabei handelt es sich jedoch meist um bereits anstehende Investitionen, die nun in eine nachhaltige Nutzung fließen müssen. Mit Blick auf das verschärfte deutsche Ziel, bis 2045 klimaneutral zu werden, sind zusätzliche Investitionen von 72 Milliarden Euro pro Jahr erforderlich.

Zudem hinkt Deutschland laut KfW bei Investitionen in die Informationstechnologie deutlich hinter anderen großen Ländern mit vergleichbarer Wirtschaftskraft zurück. Um zu Ländern wie Frankreich, Japan oder Großbritannien aufzuholen, müssten sich die jährlichen IT-Investitionen in Deutschland von zuletzt 49 Milliarden auf 100 bis 150 Milliarden verdoppeln bis verdreifachen.

Auch der deutsche Mittelstand gibt zu wenig für die Entwicklung und Anwendung digitaler Technologien aus. Um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten, müssen die Digitalisierungsausgaben im Mittelstand von 18 Milliarden Euro im Jahr 2019 auf 35 bis 50 Milliarden Euro pro Jahr steigen.

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