Montag, August 15, 2022
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Lavazza in der Kaffeekrise: „Die härtesten Jahre seit einem halben Jahrhundert stehen bevor“

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EEine Kaffeebohne in transformiertem Zustand in unsere Tassen zu füllen, ist ein äußerst mühsamer Prozess: In tropischen Ländern muss ein Kaffeebaum drei bis fünf Jahre wachsen, bevor er zum ersten Mal geerntet werden kann. Auf dem unebenen Gelände können die Kaffeekirschen nur von Hand gepflückt werden. Dann kommt das Schälen, mehrfaches Handsortieren, Waschen, Trocknen in der Sonne und dann der Transport – oft um die halbe Welt, um die Bohnen zu rösten, eventuell zu mahlen und dann in der gewünschten Dosis und Verpackung zum Kunden zu bringen.

Bei der Kaffeemanufaktur Lavazza in Turin sieht man das Ende dieser langen Reise. Für die mühsame Arbeit werden fast keine Menschen mehr benötigt. Vollautomatische Maschinen greifen Magazine voller Kaffeekapseln, drehen sie, füllen sie mit Kaffeepulver, bombardieren sie mit Stickstoff, um sie luftdicht zu verpacken, röntgen sie zur Inspektion, drucken Nummern zur Nachverfolgung, legen sie in Kartons, legen sie auf Paletten , wickle sie in Plastik ein, transportiere sie ins Lager. Förderbänder schlängeln sich durch das Gebäude und führen wie Wendeltreppen nach oben. Eine neue Produktionslinie produziert 700 Kapseln – pro Minute. Zwei Personen reichen aus, um das System zu steuern. Kein Körnchen Kaffee wird verschwendet. An einer älteren Produktionslinie nebenan sieht man hingegen Kaffeestaub an den Rändern. Sie wird bald ausgemustert, obwohl sie erst aus dem Jahr 2015 stammt, wie der Betriebsleiter berichtet.

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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