Donnerstag, Januar 20, 2022
StartWIRTSCHAFTLindner im Bundestag: Die Bundesregierung macht weniger neue Schulden als erwartet

Lindner im Bundestag: Die Bundesregierung macht weniger neue Schulden als erwartet

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BBundesfinanzminister Christian Lindner will in den nächsten Jahren aus dem Corona-Krisenmodus herauskommen. Trotz des Nachtragshaushalts für 2021 werde der mögliche Schuldenrahmen nicht vollständig ausgeschöpft, sondern um 24,8 Milliarden Euro unterschritten, sagte der FDP-Vorsitzende am Freitag im Bundestag. Die geplante Neuverschuldung für 2021 liegt bisher bei 240 Milliarden Euro – so viel wie nie zuvor. „Wir tun also das Notwendige, aber wir schöpfen das Mögliche nicht aus.“ Der Staat muss sich wieder Spielräume schaffen, um in der nächsten Krise handlungsfähig zu sein.

Lindner bekräftigte, die im Grundgesetz verankerte, aber während der Pandemie ausgesetzte Schuldenbremse ab 2023 einhalten zu wollen. „Mein Ziel ist es, in den Folgejahren die deutsche Schuldenquote zu senken.“ Die Verschuldung ist im Jahr 2020 weltweit stark angestiegen. In Deutschland wurden Milliarden in Wirtschaftshilfe zur Bekämpfung der Krise investiert, gleichzeitig brachen die Steuereinnahmen ein.

Inzwischen hat sich die Situation aber wieder verbessert. Die deutsche Wirtschaft ist 2021 um 2,7 Prozent gewachsen. Auch die Steuereinnahmen steigen wieder. Mit dem Nachtragshaushalt 2021 schafft die neue Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP eine Klimareserve von 60 Milliarden Euro. „Wir müssen den wirtschaftlichen Aufschwung finanzieren, wir müssen die Pandemie überwinden, wir müssen Investitionen stärken“, sagte Lindner. Zur Entlastung von Bürgern und Unternehmen ist die Ampel geöffnet. „Es wird keine Steuererhöhungen geben.“

CDU und AfD kritisierten den Nachtragshaushalt als verfassungswidrig, weil Kreditermächtigungen für die Pandemie umverteilt und nun für Klimainvestitionen verwendet werden sollen. Sie forderten Lindner auf, den Nachtragshaushalt zurückzuziehen.

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