Dienstag, Oktober 26, 2021
StartWIRTSCHAFTManipulationsverdacht: IWF-Chefin Georgieva darf im Amt bleiben

Manipulationsverdacht: IWF-Chefin Georgieva darf im Amt bleiben

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Die IWF-Chefin Kristalina Georgieva, die wegen angeblicher Verfeinerung eines Berichts zugunsten Chinas unter Druck geraten ist, darf ihren Posten behalten. „Nach Prüfung aller vorgelegten Beweise“ sprach der Vorstand des Internationalen Währungsfonds (IWF) am Montagabend „sein volles Vertrauen“ in die 68-Jährige aus, die „ihre Aufgaben weiterhin effektiv wahrnehmen werde“. Georgieva begrüßte die Entscheidung und wiederholte, dass die Vorwürfe gegen sie „unbegründet“ seien.

Mitte September wurde eine Stellungnahme der Anwaltskanzlei WilmerHale im Auftrag des Ethikkomitees der Weltbank bekannt. Demnach soll die Bulgarin während ihrer Zeit als stellvertretende Chefin der Weltbank einen Bericht über das Geschäftsklima in China erstellt haben. Sie haben Mitarbeiter unter Druck gesetzt, damit China im Lagebericht „Doing Business“ aus dem Jahr 2018 nicht gleich mehrere Plätze abrutscht, so die Experten.

Das Leitungsgremium des IWF trat insgesamt acht Mal zu den Vorwürfen zusammen. Sie kam nach eigenen Angaben zu dem Ergebnis, dass „die bei der Prüfung vorgelegten Informationen nicht schlüssig darlegen“, dass Georgieva „eine unangemessene Rolle“ bei der Erstellung des Berichts gespielt habe. Georgieva übernahm im Oktober 2019 die Leitung des IWF. Sie hatte die Vorwürfe stets bestritten.

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