Dienstag, Oktober 19, 2021
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Musk in Deutschland: Tesla feiert seine Fabrik in Grünheide – noch vor der Eröffnung

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Er ist zurück. Kaum war die Jahreshauptversammlung von Tesla in Austin, USA, zu Ende, nahm Elon Musks Privatjet Kurs auf Deutschland, genauer gesagt: auf den Hauptstadtflughafen BER. Anlass für den dritten Deutschlandbesuch des Tesla-Chefs in diesem Jahr ist der Tag der offenen Tür, den das Unternehmen an diesem Samstag im brandenburgischen Grünheide veranstaltet. Vor gut einem Jahr hatte Musk angekündigt, dass es anlässlich der Eröffnung der örtlichen Elektroauto-Fabrik eine große Party für die Anwohner geben werde. Doch das hat dem Unternehmer, der für seine Ungeduld bekannt ist, wohl zu lange gedauert. Weil noch nicht klar ist, wann die Produktion tatsächlich beginnen kann, findet die Party nun auf der noch im Bau befindlichen Baustelle statt.

Tesla hat die Fahrzeughallen bereits weitgehend fertiggestellt. Allerdings darf das Unternehmen dort nach wie vor nur Systemtests durchführen. Die endgültige Genehmigung des Bauvorhabens durch das Landesumweltamt steht noch aus. Derzeit läuft die zweite Anhörung, in der die Einwände der Kritiker der Fabrik geprüft werden. Erst wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, was Ende nächster Woche der Fall sein soll, können die Behörden mit einer Entscheidung rechnen, ob Tesla nach der Reihe der vorläufigen Einzelgenehmigungen auch grünes Licht für das gesamte Werk bekommt. einschließlich der nun ebenfalls geplanten Batteriezellfertigung. Die SPD-geführte Landesregierung geht von einer Zustimmung aus. Tesla hatte den ursprünglich für Juli 2021 geplanten Produktionsstart vor einiger Zeit auf das Ende des Jahres verschoben.

Mit Sondergenehmigungen arbeitet das Unternehmen auch am Tag der offenen Tür. Der Oder-Spree-Kreis hat beschlossen, dass sich bis zu 9.000 Menschen gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten dürfen – 4.000 mehr als nach der Corona-Verordnung eigentlich erlaubt. Geht man davon aus, dass jeder Besucher drei Stunden verweilt, könnten bis zu 27.000 Menschen teilnehmen. Kommentare in sozialen Netzwerken deuten darauf hin, dass die Nachfrage nach Tickets weitaus größer war als das Angebot. Auch viele Berliner und Brandenburger erhielten nach der Online-Anmeldung eine Absage. Gerüchten zufolge haben mehr als eine Million Menschen eine Karte beantragt. Tesla erlaubt Vertretern nationaler Medien nicht, an der Veranstaltung teilzunehmen.

Organisiert wird die „Kreismesse“ von einer auf Technokonzerte spezialisierten Agentur. Es ist still geworden um die Rave-Höhle unter der Fabrik, die Musk zu Beginn des Projekts vorgeschlagen hatte. Für den Tag der offenen Tür wurde jedoch eine Bühne vor der Fabrik aufgebaut. In der Besucherinformation heißt es, dass Bands und DJs auch nach dem offiziellen Ende um 19 Uhr „die Party (…) am Laufen halten“ sollen. Sie können auch ein Riesenrad und verschiedene Essenszelte sehen. Voraussetzung für den Zugang ist die 3-G-Regel „Geimpft, genesen oder getestet“. Haustiere müssen draußen bleiben.

Der an diesem Wochenende zu erwartende Andrang dürfte ein Test für die Infrastruktur in der Region sein. Derzeit arbeiten täglich rund 3.500 Bauarbeiter auf der Baustelle, die fertige Autofabrik soll 12.000 Menschen im Schichtbetrieb beschäftigen. Tesla hat noch keinen direkten Bahnanschluss. Shuttlebusse sollen den Transport zum und vom nächstgelegenen Bahnhof „Fangschleuse“ übernehmen, an dem der Regionalexpress zwischen Berlin und Frankfurt/Oder hält. Der Autobahnanschluss zum Werksgelände wird noch gebaut, zumindest ist eine Fahrradschnellstraße in die Nachbarstadt Erkner geplant. Für das Fest am Samstag hat die Polizei hunderte bereit. Dieser soll nicht nur damit beschäftigt sein, den An- und Abflugverkehr zu organisieren. Auch Tesla-Gegner sollen gegen die Fabrik demonstrieren.

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