Dienstag, August 16, 2022
StartWIRTSCHAFTNach Warnstreik: Die Gewerkschaft Verdi erwartet ein höheres Angebot von Lufthansa

Nach Warnstreik: Die Gewerkschaft Verdi erwartet ein höheres Angebot von Lufthansa

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NNach dem bundesweiten Warnstreik bei der Lufthansa erwartet die Gewerkschaft Verdi ein „vertragsfähiges Angebot“ des Konzerns für die rund 20.000 Bodenarbeiter. Es sei Sache der Arbeitgeber, den Tarifkonflikt in der an diesem Mittwoch beginnenden Verhandlungsrunde zu beenden, erklärte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Christine Behle am Dienstag.

Sie sagte laut einer Mitteilung: „Ein Ergebnis in dieser Runde ist entscheidend, um weitere Warnstreiks zu verhindern.“ Diese könnten sonst in der Hauptreisezeit stattfinden, sagte sie dem „Handelsblatt“. Behle erklärte, dass die Mitarbeiter aufgrund des Personalmangels und der hohen Inflation zunehmend unter Druck gerieten. „Sie brauchen dringend mehr Geld und sie brauchen Entlastung – für sich und für die Passagiere.“

Am vergangenen Mittwoch legte Verdi mit einem Warnstreik fast das gesamte Lufthansa-Flugprogramm lahm, sodass rund 134.000 Passagiere ihre Pläne ändern mussten. Mehr als 1000 Flüge wurden wegen des Streiks gestrichen. Zuvor waren die Verhandlungen in zwei Runden geführt worden. Die dritte Runde ist für zwei Tage in Frankfurt angesetzt.

Die Gewerkschaft fordert Gehaltserhöhungen von 9,5 Prozent über einen Zeitraum von zwölf Monaten, mindestens aber 350 Euro monatlich, was zu höheren Steigerungen in den unteren Gehaltsklassen führen würde. Zudem sollen die Mindeststundenlöhne auf mindestens 13 Euro steigen und später einen tarifvertraglich vereinbarten Abstand zum gesetzlichen Mindestlohn haben. Dieser erhöht sich zum 1. Oktober dieses Jahres auf 12 Euro.

Der Konzern hatte eine zweistufige Erhöhung des Grundgehalts um insgesamt 250 Euro über einen Zeitraum von 18 Monaten angeboten. Das Unternehmen hatte errechnet, dass sich daraus für Entgeltgruppen bis 3.000 Euro brutto zweistellige Wachstumsraten ergeben würden. Außerdem soll es ab Juli 2023 für jeweils 2 Prozent mehr Geld geben, wenn der Konzern wieder Gewinne macht. Auch Verdi lehnt diese Kopplung an das Konzernergebnis ab.

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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