Sonntag, Mai 22, 2022
StartWIRTSCHAFT"Neue Lieferengpässe denkbar": Bundesregierung besorgt über Entwicklung in China

„Neue Lieferengpässe denkbar“: Bundesregierung besorgt über Entwicklung in China

- Anzeige -


DDie Bundesregierung ist besorgt über die Folgen der Corona-Politik in Deutschlands wichtigstem Handelspartner China. „Sollte China weiterhin von Lockdowns betroffen sein, sind neue Lieferengpässe und eine Verlangsamung des Welthandels denkbar“, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Monatsbericht des Wirtschaftsministeriums. Auch deshalb sind die Aussichten für den deutschen Außenhandel in den kommenden Monaten „durchwachsen“.

China betreibt eine rigide „Null-Covid“-Politik mit harten regionalen Lockdowns, die die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt zunehmend zu spüren bekommt. „Rund 3 Prozent der weltweiten Containerfrachtkapazität stehen derzeit im Stau vor dem Hafen von Shanghai“, heißt es in dem Monatsbericht. China ist seit 2016 Deutschlands wichtigster Handelspartner: Allein im vergangenen Jahr wurden Waren im Wert von 245,4 Milliarden Euro zwischen den beiden Ländern gehandelt.

Insgesamt erwartet das Haus von Ressortleiter Robert Habeck weiterhin Gegenwind für die deutsche Wirtschaft. Der Ausblick stehe „im Zeichen des anhaltend hohen Preisdrucks und der noch ungewissen Dauer und des Ausgangs des russischen Angriffskriegs in der Ukraine“. In den kommenden Monaten dürften die Inflation und die Unsicherheit über den Ukrainekrieg das Konsumklima belasten.

Trotz des russischen Angriffskrieges hat auf dem Arbeitsmarkt die Frühjahrsbelebung eingesetzt. „Allerdings dürfte sich die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten aufgrund des Konjunktureinbruchs und der zunehmenden Normalisierung verlangsamen“, so das Ministerium.

Mit einem Wachstum von 0,2 Prozent im ersten Quartal ist die deutsche Wirtschaft knapp an einer Rezession vorbeigeschrammt. Die Bundesregierung rechnet in diesem Jahr nur noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 2,2 Prozent. Das sind 1,4 Prozentpunkte weniger als noch im Jahreswirtschaftsbericht vom Januar angenommen.

ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare