Montag, September 26, 2022
StartWIRTSCHAFTNeues Steuergesetz in den USA: Wie geht es weiter mit der deutschen...

Neues Steuergesetz in den USA: Wie geht es weiter mit der deutschen Tesla-Batteriefabrik?

- Anzeige -


DDer Elektroautohersteller Tesla hat einem Medienbericht zufolge das Bauvorhaben für eine Batteriefabrik in Deutschland vorerst auf Eis gelegt. Wie das Wall Street Journal berichtet, prüft das Unternehmen des Milliardärs Elon Musk derzeit, ob ein Standort in den USA angesichts eines neuen US-Gesetzes zur Förderung der heimischen Batterieproduktion vorteilhafter wäre.

Tesla sagte am Freitagmorgen deutscher Zeit, man setze weiterhin auf die Batterieproduktion in Deutschland, bevorzuge aber zunächst die USA wegen der Aussicht auf umfangreiche Fördermittel. Das erklärte das Unternehmen Partnern in der Region, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Tesla äußerte sich auf Nachfrage nicht zu der Angelegenheit.

Die Regierung von Präsident Joe Biden plant, US-Bürgern eine Steuergutschrift in Höhe von 7.500 US-Dollar für den Kauf von in den USA hergestellten Elektrofahrzeugen mit einer in den USA hergestellten Batterie zu gewähren. Tesla hatte geplant, zusätzlich zu der bereits in der Nähe von Berlin errichteten Autofabrik eine Batteriefabrik in Deutschland zu bauen. Die Batterien sollten gegebenenfalls auch zum Einbau in die Fahrzeuge in die Vereinigten Staaten versandt werden.

Das Wall Street Journal berichtete unter Berufung auf Insider, Musks Unternehmen wolle zunächst die Auswirkungen des US-Gesetzes prüfen und stelle sein Vorhaben in Deutschland bis dahin auf Eis. Der Hersteller reichte Ende August, wenige Tage nach der Verabschiedung des Gesetzes, auch ein Dossier beim Texas Audit Office ein, um die Möglichkeit des Baus einer Lithium-Raffinerie in dem Südstaat zu prüfen.

An diesem Sonntag reisen Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und sein Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (beide SPD) in die USA. Neben politischen Gesprächen in Washington ist auch ein Treffen mit Vertretern des Elektroautoherstellers Tesla geplant. Ob auch Tesla-Chef Elon Musk mitmachen wird, war offen.

Auch in Brüssel werden die Pläne der US-Regierung kritisch gesehen. Die EU-Kommission bezeichnete die Steuergutschriften für Käufer von US-Produkten als „diskriminierend“. Die Brüsseler Behörde sehe darin einen Nachteil für Unternehmen, die Batterien für ihre Elektrofahrzeuge aus dem Ausland beziehen, sagte eine Sprecherin. Dies verstößt gegen die Regeln der Welthandelsorganisation.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sagte, er habe am Rande des G-7-Treffens der Handelsminister auch mit seinem US-Kollegen über das fragliche Gesetz gesprochen. Es sei normal, dass er im Gespräch mit Partnern auf „die Interessen deutscher Unternehmen oder europäischer Unternehmen“ verweise, fügte er hinzu. Es geht auch um „fairen Handel“.

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare