Donnerstag, Oktober 28, 2021
StartWIRTSCHAFTNeustart im Jahr 2022 Curevac zieht Impfstoff aus der Zulassung

Neustart im Jahr 2022 Curevac zieht Impfstoff aus der Zulassung

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Curevacs erster Versuch, einen Corona-Impfstoff zu entwickeln, kann als gescheitert bezeichnet werden. In Tests ist es nur zu 48 Prozent wirksam. Nun beendet das Unternehmen auch das Zulassungsverfahren bei der EMA. Alle Hoffnung ruht auf einem neuen Impfstoff aus der deutsch-britischen Zusammenarbeit.

Der deutsche Pharmakonzern Curevac unternimmt einen neuen Versuch, einen Corona-Impfstoff einzuführen. Gemeinsam mit dem britischen Pharmaunternehmen GSK konzentriert sich Curevac nun auf die Entwicklung eines Impfstoffkandidaten der zweiten Generation, wie das Unternehmen in Tübingen mitteilte. Der Zulassungsantrag bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) für ihren Corona-Impfstoff der ersten Generation, der in Tests nicht die erwartete Wirksamkeit erreichte, wird zurückgezogen.

Laut EMA ist davon auszugehen, dass mit der Zulassung des ersten entwickelten Impfstoffs CVnCoV frühestens im zweiten Quartal 2022 zu rechnen ist. Zu diesem Zeitpunkt gehen Curevac und GSK jedoch davon aus, dass die Kandidaten des Impfstoffprogramms der zweiten Generation ein fortgeschrittenes Stadium der klinischen Entwicklung erreicht haben. Zudem besteht ein größerer Bedarf an differenzierten Impfstoffen für die sich abzeichnende endemische Corona-Situation.

Mit der Entscheidung endet nach Angaben des Unternehmens auch der bestehende Vorvertrag mit der Europäischen Kommission, in dem CVnCoV für den akuten Pandemiebedarf vorgesehen war. Die beiden Pharmahersteller wollen nun die Entwicklung und Produktion der zweiten Generation beschleunigen, die ebenfalls auf mRNA-Technologie basiert. Sie gehen davon aus, in den nächsten Monaten in die klinische Entwicklung eintreten zu können. Ziel sei es, im kommenden Jahr die behördliche Zulassung für einen verbesserten Covid-19-Impfstoff zur Marktreife zu erlangen, erklärten Curevac und GSK.

Im Vergleich zum mRNA-Impfstoffkandidaten der ersten Generation zeigte der Kandidat der zweiten Generation im Tiermodell eine bis zu zehnmal höhere Immunantwort. Curevacs Bemühungen, seinen Corona-Impfstoff auf den Markt zu bringen, hatten im Sommer einen herben Rückschlag erlitten. Ende Juni gab das Tübinger Unternehmen bekannt, dass sein Corona-Impfstoff nur zu 48 Prozent wirksam sei.

Curevac setzt wie das Mainzer Unternehmen Biontech auf einen modernen mRNA-Impfstoff. Das Tübinger Medikament gilt seit langem als äußerst vielversprechend. Das Curevac-Präparat spielt in der aktuellen Impfkampagne in Deutschland keine Rolle.

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