Sonntag, Oktober 2, 2022
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Pflanzenschutz: Schließt die EU ganze Weinberge?

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Die ersten Winzer gingen auf die Barrikaden und ihre Interessensvertretungen stellten sich auf ihre Seite. Der Deutsche Weinbauverband (DWV) wehrt sich energisch gegen den Vorschlag der Europäischen Union, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in sogenannten sensiblen Gebieten – darunter ein drei Meter breiter Randstreifen – und im Außenbereich auf 50 Prozent des durchschnittlichen Einsatzes komplett zu verbieten der Produkte von 2015 bis 2017 zu begrenzen. Als „sensible“ Gebiete gelten öffentliche Parks und Gärten, Siedlungen, aber auch FFH- und Vogelschutzgebiete. Ausnahmen vom Verbot sollen nur unter bestimmten Voraussetzungen und nur im Einzelfall zugelassen werden, so das EU-Konzept: „Durch das Verbot der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln in sensiblen Gebieten werden die damit verbundenen gesundheitlichen und ökologischen Vorteile maximiert .“

Aus Sicht des Deutschen Weinbauverbandes käme ein vollständiges Verbot von Pflanzenschutzmitteln jedoch einer „unumkehrbaren Schließung eines großen Teils der deutschen Rebfläche“ gleich. Denn die Erfahrung, gerade bei den Steillagen, zeigt, dass einst aufgegebene Weinberge nicht mehr bewirtschaftet werden. „Die Weinproduktion an der Mosel würde um rund 90 Prozent zurückgehen, in Baden und Württemberg um rund ein Drittel der Rebfläche“, befürchtet der Verband. Die bekanntesten Einzelschichten würden „gelöscht“.

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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