Dienstag, Oktober 26, 2021
StartWIRTSCHAFT"Radikale Veränderung" mit E-Autos 40 deutsche Regionen sind auf den Verbrennungsmotor angewiesen

"Radikale Veränderung" mit E-Autos 40 deutsche Regionen sind auf den Verbrennungsmotor angewiesen

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Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2035 den Verbrennungsmotor auf Europas Straßen zu stoppen. Für einige Regionen in Deutschland bedeutet dies tiefgreifende Veränderungen – in manchen arbeiten mehr als 40 Prozent der Beschäftigten in der Automobilindustrie. Eine Studie formuliert klare Aufgaben für die Politik.

Wirtschaftsexperten haben 40 Kreise und Stadtteile identifiziert, die besonders auf den klassischen Verbrennungsmotor angewiesen sind. Sie stehen künftig vor „großen Transformationsaufgaben“ und brauchen dafür auch politische Unterstützung, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) mitteilte. Die Studie wurde vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegeben. Zu den 40 betroffenen Regionen zählen Schweinfurt, Salzgitter, Bamberg und der Saarpfalz-Kreis.

In Deutschland gibt es 401 Kreise und Stadtkreise, das IW machte 118 davon, die besonders von der Automobilindustrie geprägt sind. Sie verteilen sich auf zwölf Bundesländer. Besonders wichtig sind die Regionen Wolfsburg, Ingolstadt und der Landkreis Dingolfing-Landau – dort sind Arbeitnehmer in der Automobilindustrie mit weit über 40 Prozent der Gesamtbeschäftigung beschäftigt.

Dekarbonisierung und digitaler Wandel „werden die Automobilindustrie in den kommenden Jahren deutlich verändern“, erklärte das IW. Das Ziel der EU, ab 2035 keine Verbrennungsmotoren mehr auf Europas Straßen zuzulassen, bedeutet generell einen „radikalen Wandel“ für die Branche in Deutschland. Es gibt 40 Regionen, die besonders auf konventionelle Antriebe angewiesen sind. Für sie ist der Verbrennungsmotor „bis heute vor allem ein Motor für Wachstum und Wohlstand“.

Deshalb müsse „die Politik jetzt aktiv werden“, forderte das IW. Die betroffenen Mitarbeiter müssten aus- und weitergebildet sowie die Standortfaktoren verbessert werden, um die ansässigen Unternehmen zu unterstützen. Auch gemeinsame Forschung und gegenseitige Hilfe zwischen den 40 Regionen könnten helfen, rät das IW.

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