Freitag, Juni 24, 2022
StartWIRTSCHAFTSteigende Hauspreise: Wohnimmobilien verteuern sich um weitere 12 Prozent

Steigende Hauspreise: Wohnimmobilien verteuern sich um weitere 12 Prozent

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Die Preise für deutsche Wohnimmobilien sind in den ersten drei Monaten dieses Jahres erneut stark gestiegen. Von Januar bis März stiegen sie im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 12 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. „Damit lag die Steigerungsrate des Hauspreisindex zum vierten Mal in Folge bei über 10 Prozent“, hieß es. Ende 2021 betrug der Anstieg 12,2 Prozent.

Im Vergleich zum Vorquartal legten Wohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser jedoch nur um 0,8 Prozent zu. „Das deutet auf eine leichte Abschwächung der Dynamik hin“, so die Statistiker. Im dritten Quartal 2021 waren die Preise um 4,1 Prozent und im vierten Quartal um 3,1 Prozent gestiegen.

Die Bundesbank warnt angesichts steigender Preise seit langem vor zunehmenden Gefahren auf dem deutschen Immobilienmarkt. Aufgrund der stark gestiegenen Zinsen zeichnet sich jedoch langsam eine Trendwende ab. Die Nachfrage nach Kaufimmobilien im ersten Quartal 2022 sank innerhalb eines Jahres um 17 Prozent, wie das Online-Portal Immoscout24 kürzlich ermittelte. Experten der Landesbank LBBW rechnen vor allem dann mit einer Kurskorrektur, wenn die Zinsen weiter stark steigen und die Wirtschaft nicht vorankommt. Dann sind Kursrückgänge von 20 bis 25 Prozent möglich.

Inserate für zum Verkauf stehende Wohnimmobilien sind nun länger online als im Vorjahr, da es für Verkäufer schwieriger ist, Käufer zu finden. Stattdessen suchen wieder deutlich mehr Menschen nach Mietobjekten.

„Diese Entwicklungen könnten sich mittelfristig dämpfend auf die Kursentwicklung auswirken“, sagte ImmoScout24-Geschäftsführerin Gesa Crockford. Mehrkosten für Käufer durch höhere Zinsen konnten zumindest etwas abgefedert werden. Trotz der Abschwächung liegt die Nachfrage nach Immobilien aber immer noch deutlich über dem Niveau von Ende 2019 und damit vor der Corona-Krise.

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