Dienstag, Oktober 19, 2021
StartWIRTSCHAFTUS-Börsenrückgang setzt sich fort Anleger zittern angesichts der neuen Geldpolitik

US-Börsenrückgang setzt sich fort Anleger zittern angesichts der neuen Geldpolitik

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Die US-Notenbanker glauben, dass die Zeit für eine straffere Geldpolitik gekommen ist. Anleger sind daher auf der Hut. Die steigenden Ölpreise sorgen auch an der Wall Street für Verunsicherung. Die Berichtssaison, die JPMorgan eröffnet, wird mit Spannung erwartet.

Die bevorstehende Berichtssaison und Sorgen über eine steigende Inflation haben die Anleger an der Wall Street verunsichert. Der führende Index Dow Jones Industrial Nach einem durchwachsenen Start fiel er schließlich um 0,34 Prozent auf 34.378,34 Punkte. Des S&P 500 sank um 0,24 Prozent auf 4350,65 Punkte. Für technisch versierte Nasdaq 100 er ging um 0,35 Prozent auf 14.662,11 Punkte zurück.

Anleger befürchten, dass steigende Energiepreise das Wirtschaftswachstum bremsen und die Unternehmensergebnisse beeinträchtigen.

Zudem wird laut Ökonomen im November mit dem Beginn der Kürzung der Notenbankhilfen gerechnet. „Bei all den Problemen, mit denen Unternehmen konfrontiert sind, besteht in diesem Quartal die Möglichkeit für mehr negative Überraschungen als in den Vorquartalen“, sagte Tom Martin, Senior Portfolio Manager beim Vermögensverwalter Globalt Investments. Analysten erwarten, dass die Unternehmensgewinne der S&P-500-Unternehmen im Durchschnitt um fast ein Drittel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigen werden. Aussagen zu Prognosen für das Gesamtjahr und darüber hinaus werden jedoch in diesem Quartal mit Spannung erwartet.

Zudem blieben die Anleger aufgrund des für Mittwoch erwarteten Protokolls der letzten Fed-Sitzung zurückhaltend. Nach Meinung führender US-Notenbanker sind der Arbeitsmarkt und die Wirtschaft in den USA auf dem richtigen Weg und die Zeit für eine straffere Geldpolitik ist reif. Auch der weiter steigende Ölpreis war den Anlegern ein Dorn im Auge. Ein Fass der Art Brent kostete zeitweise fast 84 US-Dollar, fiel aber im Laufe des Handels auf 80,46 US-Dollar zurück.

Die Ölproduzenten haben Mühe, sich von den massiven Kürzungen während der Coronavirus-Pandemie zu erholen. Wegen des drastisch gestiegenen Gaspreises werde auch Öl zunehmend als Energieträger genutzt, was die Nachfrage zusätzlich ankurbele, erklärten Börsenmakler. „Die Märkte hatten die Botschaft, dass die Inflation vorübergehend war, glaubten und stellen sie jetzt in Frage“, sagte Sarah Hewin, Ökonomin bei Standard Chartered.

Die US-Bank stand bei den Einzelwerten JP Morgan im Fokus, mit dem am Mittwoch die US-Quartalsberichtssaison eröffnet wird. Ihre Aktien waren mit 0,7 Prozent im Minus. Auf der anderen Seite sind die Aktien von Tesla. Der Elektroautohersteller lieferte im September 56.000 Fahrzeuge von seinem Werk in China aus. Das ist mehr denn je, seit Tesla vor rund zwei Jahren die Produktion in Shanghai aufgenommen hat. Die Aktien von American Airlines 0,6 Prozent zugelegt. Nach vorläufigen Berechnungen machte die Airline im dritten Quartal einen geringeren Verlust, als Analysten erwartet hatten. Besonders beliebt waren die Titel des Marketingsoftware-Herstellers HubSpot, nachdem der Konzern eine digitale Bezahlfunktion für US-Kunden eingeführt hatte. Die Aktien gewannen 16 Prozent.

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