Dienstag, Oktober 19, 2021
StartWIRTSCHAFTVerkaufszahlen sinken deutlich Chinas Automarkt geht weiter zurück

Verkaufszahlen sinken deutlich Chinas Automarkt geht weiter zurück

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Der Abwärtstrend im wichtigsten Automarkt der Welt hält an: Der Autoabsatz geht im September um ein volles Sechstel zurück – der stärkste Rückgang seit März 2020. Ursache ist auch hier der Mangel an Chips. Bei E-Autos geht der Trend jedoch in die andere Richtung.

Auch der chinesische Automarkt erlitt im September einen herben Rückschlag. Die Auslieferungen von Autos an Kunden gingen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17,3 Prozent auf 1,61 Millionen Fahrzeuge zurück, wie der Branchenverband PCA (China Passenger Car Association) in Peking mitteilte. Der Verband misst den Absatz von Autos, SUVs, Minivans und kleineren Nutzfahrzeugen.

Seit einigen Monaten, nach der Erholung von der Corona-Pandemie, gibt es auf dem weltweit wichtigsten Automarkt ein Problem, weil unter anderem aufgrund von Lockdowns in einigen asiatischen Ländern elektronische Chips fehlen. Die Chipknappheit weltweit hat sich im dritten Quartal verschärft. Einer der Gründe dafür ist die steigende Zahl von Corona-Infektionen in Südostasien, wo einige Häfen geschlossen werden mussten.

In den letzten Monaten mussten viele Autofabriken in den USA und Japan die Produktion wegen der Halbleiterknappheit einstellen. In den USA gingen die Autoverkäufe im dritten Quartal um 25 Prozent zurück, wie Wards Intelligence berichtete. Wegen Chipmangels muss die Volkswagen-Tochter Skoda die Produktion in ihren tschechischen Werken vom 18. Oktober bis Jahresende deutlich reduzieren oder sogar einstellen.

Trotz der Engpässe stieg der Absatz von sogenannten New Energy Vehicles, insbesondere Elektrofahrzeugen, in China im September an. Wie der China Passenger Car Association weiter mitteilte, hat sich der Absatz von 334.000 Autos mit alternativen Antrieben im vergangenen Monat mehr als verdreifacht.

China ist der mit Abstand wichtigste Einzelmarkt für die deutschen Autokonzerne Volkswagen, Daimler und BMW. Als Marktführer im Massenmarkt des Landes ist Volkswagen vom Produktionseinbruch besonders stark betroffen, aber auch Daimler und BMW haben zuletzt im Premiumsegment aufgegeben.

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