Donnerstag, Januar 27, 2022
StartWIRTSCHAFTVierter Ausstieg in Folge Gorillas fliehen vor den Topmanagern

Vierter Ausstieg in Folge Gorillas fliehen vor den Topmanagern

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Seit Monaten wütet der Gorillas-Lieferservice über bessere Arbeitsbedingungen. Doch Gründer Sümer hat offenbar nicht nur Probleme mit seinen Mitarbeitern, sondern auch mit seinem Management. Der vierte Top-Manager verlässt das Unternehmen in kürzester Zeit.

Erst Ende 2021 heuerte Handelsexperte Ronny Gottschlich Gorillas für den 10-Minuten-Lieferservice an. Als kaufmännischer Leiter kümmerte er sich unter anderem um die Warenbeschaffung und Logistik. Doch die Zusammenarbeit soll nicht lange dauern. Wie das Branchenportal „Gründerszene“ berichtet, hat Gottschlich sein Amt bereits niedergelegt.

Auf Anfrage des Portals bestätigte das Unternehmen den Abgang: „Ronny Gottschlich ist bereits im vergangenen Jahr von seinem Amt zurückgetreten. Bis Mai 2022 wird er das Unternehmen weiterhin als Berater unterstützen.“ Im Konzernumfeld soll es dem Bericht zufolge Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit mit Gorillas Gründer und Geschäftsführer Kagan Sümer gegeben haben, weil er als aufbrausend und temperamentvoll gilt.

Gottschlich ist nicht der erste Top-Manager, der das Startup deswegen verlassen hat. Auch Jörg Kattner, der im Sommer 2020 gemeinsam mit Sümer den Blitzlieferdienst gründete, verließ das Unternehmen nach sechs Monaten. Der ehemalige Deutschland-Chef des Essenslieferdienstes Deliveroo und Geschäftsführer von Gorillas, Felix Chrobog, blieb dem Unternehmen nicht mehr treu. Technologiechef Ronny Shibley arbeitete ein Jahr für das Startup, bevor er Gorillas den Rücken kehrte.

Bei Gorillas kommt es zwischen den Fahrern und dem Unternehmen zum Konflikt um bessere Arbeitsbedingungen. Nach langen Auseinandersetzungen haben die Mitarbeiter seit Anfang Dezember einen eigenen Betriebsrat. Die Geschäftsführung hatte versucht, die Wahl vor Gericht zu verhindern, war zuletzt aber vor dem Landesarbeitsgericht Berlin gescheitert. Das Startup prüft derzeit, ob weitere Schritte unternommen werden können.

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