Montag, November 29, 2021
StartWIRTSCHAFTVor der Entscheidungsrunde geißelt Verdi die Verhandlungsführung zwischen den Ländern

Vor der Entscheidungsrunde geißelt Verdi die Verhandlungsführung zwischen den Ländern

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Am Wochenende treffen sich Gewerkschaften und Bundesländer wieder zu Tarifverhandlungen. Dann sollte es auch ein Ergebnis geben. Verdi ruft erneut zu Protesten auf und macht klar, dass es ohne Wertschätzung der Arbeit der Mitarbeiter keinen Abschluss geben wird.

Im festgefahrenen Tarifstreit im öffentlichen Dienst der Bundesländer bestehen die Gewerkschaften mit ihrer Forderung nach fünf Prozent mehr Geld auf Reallohnerhöhungen. „Wir werden eine Corona-Notschließung nicht akzeptieren“, sagte Verdi-Chef Frank Werneke vor 4.000 Demonstranten bei der zentralen Kundgebung vor dem Landtag in Düsseldorf. „Wir werden in dieser Tarifrunde keine Vereinbarung abschließen, in der die besondere Leistung und das Engagement unserer Kollegen im Gesundheitswesen nicht gesehen und nicht anerkannt wird“, fügte er mit Blick auf die nächste Sitzung in Potsdam am Wochenende hinzu. Auch in zahlreichen anderen Städten gingen Tausende von Beschäftigten des öffentlichen Dienstes für mehr Geld auf die Straße. Größere Kundgebungen gab es zum Beispiel in Berlin und München.

Die Gewerkschaftsvertreter kritisierten scharf, dass der Tarifverbund der Länder (TdL) in zwei erfolglosen Verhandlungsrunden und vor der vermutlich entscheidenden dritten Sitzung in Potsdam an diesem Wochenende kein Angebot auf den Tisch gelegt habe. „Wir haben trotz wochenlanger Verhandlungen immer noch kein erstes Angebot von Arbeitgebern bekommen. Letztlich ist dies Ausdruck der Respektlosigkeit der Arbeitgeber in den Bundesländern gegenüber Ihnen, den Arbeitnehmern“, rief Werneke den Demo-Teilnehmer. Er warf den Finanzministern der Länder vor, in den wochenlangen Verhandlungen nur „die Route gemacht“ und „betoniert“ zu haben. In dieser Tarifrunde gebe es drei Sonderpunkte mit Corona-Pandemie, Inflation und Arbeitgebern, die auf Krawall gebürstet werden, sagte der Verdi-Chef.

Verdi fordert unter anderem eine Einkommenserhöhung von fünf Prozent für alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst, mindestens jedoch 150 Euro für eine Amtszeit von einem Jahr. Die Löhne und Gehälter im Gesundheitswesen sollen um 300 Euro monatlich, die Ausbildungsvergütungen um 100 Euro erhöht werden. Auch der Bundesvorsitzende des Beamtenbundes dbb besteht auf 5 Prozent mehr Geld. Außerdem forderte er eine Übernahmegarantie für junge Leute im öffentlichen Dienst und ein klares Plus für studentische Hilfskräfte.

Die Qualifizierung gilt für mehr als eine Million Beschäftigte in den Bundesländern außer Hessen. Außerdem liegt das Ergebnis in der Regel bei den jeweiligen Landesbeamten. Die Gespräche wirken sich auch auf die Vergütung der Rentner aus. Insgesamt gilt ein Abschluss für bis zu 3,4 Millionen Menschen.

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